Araucaria araucana
Chilenische Schmucktanne | Andentanne
Die Chilenische Schmucktanne, auch Andentanne genannt, gehört zu den außergewöhnlichsten und ältesten heute noch existierenden Baumarten. Sie stammt aus den Anden Chiles und Argentiniens und zeichnet sich durch ihren regelmäßigen, etagenförmigen Wuchs sowie ihre festen, schuppenartigen, spitz zulaufenden Blätter aus.
Die langsam wachsende Araukarie kann in ihrer Heimat eine Höhe von über 30 Metern erreichen. In Mitteleuropa bleibt sie meist deutlich kleiner. Aufgrund von Abholzung, Waldbränden und Lebensraumverlust ist die Art in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet stark gefährdet.
Pflege und Aufzucht Ihrer Araucaria
Standort – Sonnig bis halbschattig
Die Araukarie bevorzugt einen hellen, sonnigen bis halbschattigen Standort. Ideal ist ein windgeschützter Platz mit ausreichend Raum für die spätere Entwicklung. Junge Pflanzen sollten vor intensiver Wintersonne und eisigen, austrocknenden Winden geschützt werden.
Boden – Durchlässig und leicht sauer
Optimal ist ein humoser, lockerer und gut durchlässiger Boden mit leicht saurem pH-Wert. Staunässe muss unbedingt vermieden werden, da die Wurzeln empfindlich auf dauerhaft nasse Erde reagieren. Schwere Böden sollten durch geeignete Drainagemaßnahmen verbessert werden.
Gießen – Gleichmäßig feucht halten
Während der Wachstumszeit von Frühjahr bis Herbst regelmäßig gießen. Die Erde sollte leicht feucht bleiben, ohne dauerhaft nass zu sein. Vor dem erneuten Gießen darf die oberste Erdschicht leicht antrocknen. Besonders junge Pflanzen und Kübelpflanzen dürfen nicht vollständig austrocknen. Im Winter nur bei Bedarf und an frostfreien Tagen gießen.
Düngen – Mäßig düngen
Von April bis August kann die Araukarie sparsam mit einem geeigneten Dünger für Koniferen oder immergrüne Gehölze versorgt werden. Bei Kübelpflanzen empfiehlt sich eine schwache Dosierung gemäß Herstellerangaben. Eine Überdüngung sollte vermieden werden. Ab Spätsommer nicht mehr düngen, damit die Triebe vor dem Winter ausreifen können.
Überwintern – Frosthart mit Schutz für Jungpflanzen
Ältere, gut eingewurzelte Araukarien können an geschützten Standorten kurzzeitig Temperaturen von etwa −15 °C vertragen. Die tatsächliche Frosthärte hängt von Alter, Standort und Dauer der Kälte ab.
Junge Pflanzen sind deutlich empfindlicher und benötigen in den ersten Jahren einen zuverlässigen Winterschutz. Der Wurzelbereich kann mit Laub oder Rindenmulch abgedeckt werden. Bei starkem Frost und intensiver Wintersonne schützt ein atmungsaktives Wintervlies.
Kübelpflanzen sollten möglichst hell, kühl und frostgeschützt überwintert werden. Der Wurzelballen darf weder vollständig austrocknen noch durchfrieren.
Schnitt – Möglichst vermeiden
Die Araukarie entwickelt von Natur aus eine gleichmäßige, charakteristische Wuchsform und benötigt normalerweise keinen Rückschnitt. Insbesondere der Haupttrieb sollte nicht gekürzt werden, da dies die natürliche Wuchsform dauerhaft beeinträchtigen kann. Lediglich vollständig abgestorbene Zweige können vorsichtig entfernt werden.